Die Stadt Zürich verfolgt mit der Strategie «Circular Zürich» eine konsequente Kreislaufwirtschaft im Bauwesen. Die Wiederverwendung von Bauteilen ist dabei ein zentraler Bestandteil. Im Zuge der Instandsetzung der städtischen Wohnsiedlung Heiligfeld I, die Anfang 2025 begann, werden alte Holzfenster ausgebaut. Aufgrund aktueller Vorschriften in der Schweiz ist ihr Ersatz unumgänglich, dennoch sind sie weiterhin nutzbar.
Nachhaltigkeit und humanitäre Hilfe vereint
Indem die Stadt Zürich die Wiederverwendung der Fenster in der Ukraine ermöglicht und die anfallenden Kosten übernimmt, trägt sie zur humanitären Hilfe und zum zirkulären Bauen bei. Der Stadtrat hat dafür eine Schenkung von bis zu 100 000 Franken bewilligt, um die fachgerechte Demontage, Bereitstellung und den Transport der Fenster zu finanzieren. Da die Instandsetzung der Wohnsiedlung Heiligfeld I etappenweise erfolgt, beginnt der Ausbau der ersten Fenster bereits Ende März 2025 und wird voraussichtlich bis Juni 2026 abgeschlossen sein.
Das Amt für Hochbauten koordiniert die Übergabe der Fenster mit dem Verein «re-win». Der 2022 von Architekturschaffenden gegründete Verein rettet gut erhaltene Bauteile vor der Entsorgung und vermittelt sie für Wiederverwendungszwecke in der Schweiz und im Ausland. Besonders in der Ukraine werden diese Fenster dringend benötigt, um beschädigte Wohngebäude wieder bewohnbar zu machen. Durch dieses Vorgehen verbindet die Stadt nachhaltiges Handeln mit einem sozialen Engagement und setzt ein Zeichen für Kreislaufwirtschaft und solidarische Hilfe.
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