Lärm belastet die Gesundheit und ist besonders in den Nachtstunden störend. Gemeinsam mit der Bevölkerung und dem Gewerbe möchte Zürich die Lebensqualität in der Stadt erhalten, Lärm reduzieren und auf Ruhezeiten achten.
Der Lärm vom Strassenverkehr ist ein grosses Problem. Zürich setzt im Strassenlärmschutz auf Tempo 30 in Ergänzung mit lärmarmen Strassenbelägen. Derzeit wohnen rund 30 % der Bevölkerung in einem Gebäude mit einer Strassenlärmbelastung über den zulässigen Grenzwerten. Der städtische Umweltbericht zeigt die aktuelle Situation in Zahlen und die Prognose des Strassenlärmindex. Zum Strassenlärm kommt weiterer Lärm von Veranstaltungen, Freizeitleben und Gewerbe.
Die wachsende Bevölkerung und der Trend zur 24-Stunden-Gesellschaft erfordern neue Ansätze im Umgang mit Lärm. Die Stadt Zürich packt diese Aufgabe mit der Lärmschutzstrategie an. Sie soll eine hohe Lebensqualität in der wachsenden und lebendigen Stadt sicherstellen.
Die Stadt Zürich setzt sich dafür ein, Mensch und Umwelt vor übermässigem Lärm zu schützen. Die Lärmbelastungen sollen gesenkt und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessert werden.
Die Förderung von Ruhe und Aufenthaltsqualität ist zentraler Bestandteil einer qualitätsvollen Innenentwicklung. Die Stadt Zürich setzt sich dafür ein, dass ausreichend nahegelegene, ruhige öffentliche Erholungsräume erhalten bleiben oder neu geschaffen werden. Eine gesamtheitliche Planung und Gestaltung von Parkanlagen, Plätzen und Innenhöfen ist deshalb umso wichtiger. Aussenräume mit einer guten akustischen Qualität sorgen für die nötige Erholung und fördern in der Regel die Hitzeminderung und Biodiversität in der Stadt. Das Förderprogramm Stadtgrün bietet deshalb auch bezüglich der akustischen Gestaltung von Freiräumen Beratung und Unterstützung an.
Nachweislich beeinflussen Grünstrukturen die akustische Wahrnehmung. Auch deshalb ist es sinnvoll, für eine Verbesserung der akustischen Qualität die Landschaftsplanung beizuziehen, wie das Grundlagenprojekt zur Beurteilung der akustischen Qualität im Aussenraum aufzeigt. Synergien mit anderen Fachbereichen, zum Beispiel mit Biodiversität und dem Schwammstadt-Prinzip, verstärken die Wirkung der Massnahmen. Insbesondere natürliche Geräusche wie Vogelgezwitscher, das Rascheln von Blättern oder Wasserplätschern werden als angenehm empfunden und erhöhen die Aufenthaltsqualität.