
Tradition und Transformation in der Zürcher Altstadt, 1. September bis 21. Dezember 2023
Ursprung, Herzstück, Postkarten-Sujet – die Zürcher Altstadt ist ein Stück Identität und begehbare Stadtgeschichte. Aber sie ist auch geprägt durch eine Tradition der Transformation: In ihrer Geschichte hat sie sich stetig den veränderten Bedürfnissen und äusseren Einflüssen angepasst.
Die einzelnen Gebäude der Zürcher Altstadt sind ein Zeugnis dieser Veränderung. Die Ausstellung «tradieren & transformieren» porträtierte einige von ihnen: Sie zeigte, wie sich ihr Erhalt mit aktuellen Bedürfnissen vereinbaren lässt – und welchen Beitrag die Denkmalpflege zur nachhaltigen Baukultur leisten kann.

Eine Ausstellung zur Pionierzeit der Fotografie im Stadtbild – vom 1. März bis 31. Mai 2024 im Haus zum Rech.
Im Oktober 1839 – nur zwei Monate nachdem Louis Daguerre in Paris der Welt sein fotografisches Verfahren vorgestellt hatte – fand in Zürich die erste Fotoausstellung statt. Der Durchbruch für das neue Medium ging Hand in Hand mit der Entstehung von Fotoateliers: Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Fotograf*innen in Zürich sesshaft. Die Ateliers waren meist (Glas-)Aufbauten auf Gebäuden und wurden vor allem für Personen- und Porträtaufnahmen genutzt. Das Archiv präsentierte die schönsten Bilder aus mehreren Nachlässen historischer Fotoateliers im Haus zum Rech. Die Ausstellung zeigte die Pionierzeit der Fotografie und die bekanntesten Studios der Epoche.

«Neu im Archiv» zeigte vom 9. Februar bis zum 13. Mai 2023 eine kleine, aber feine Auswahl an Neuzugängen der letzten Jahre.
Zu sehen waren vor allem Bilder, die dem Baugeschichtlichen Archiv als Schenkungen oder Leihgaben übergeben wurden.
Unser besonderer Dank gebührt den Donator*innen und Leihgeber*innen, die das stetige Wachsen der Sammlung möglich gemacht haben und hoffentlich weiterhin ermöglichen werden.

Eine Ausstellung zum Sichtbackstein-Boom zwischen 1883 und 1914 – vom 9. März bis 31. August 2022 im Haus zum Rech.
Mit seinen rund eintausend historischen Sichtbackstein-Bauten ist Zürich die wohl am besten erhaltene «Backsteinstadt» dieser Epoche. Ausgehend von Archivrecherchen und einer Spurensuche am erhaltenen Baubestand wurde in der Ausstellung der mit der Landesausstellung 1883 einsetzende Sichtbackstein-Boom in seinen zeitlichen, räumlichen und bautechnischen Dimensionen nachgezeichnet. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Denkmalpflege und Bauforschung der ETH Zürich.

20'000 Jahre Stadtgeschichte unter dem Kunsthaus Zürich, vom 27. Oktober 2021 bis zum 15. Januar 2022 im Haus zum Rech
Die archäologische Ausgrabung in der Baugrube für den Erweiterungsbau des Kunsthauses brachte vielfältige Überreste aus Zürichs Geschichte ans Tageslicht, die bis ans Ende der Eiszeit reichen. Die Ausstellung zeigte fünf neu erarbeitete Lebensbilder, die unsere Sicht auf die Stadt Zürich und ihre Geschichte verändern. Vom Linthgletscher in der späteren City (17'000 v. Chr.) zu den Ackerflächen der Pfahlbaudörfer am See (2600 v. Chr.), vom Wiesland und den Rebbergen vor der Stadtmauer (1600) bis zu den Bastionen der barocken Schanzen (1800) und zum Turnplatz der Kantonsschule (1860). Zudem wurden zahlreiche archäologische Fundobjekte in einer begehbaren Bodenvitrine ausgestellt.
Weitere Informationen bietet eine 2021 erschienene kleine Schrift. Zu der Untersuchung finden Sie Bilder und Details auf der Website der Stadtarchäologie.

Arbeitswelten vergangener Tage auf Bildern des Baugeschichtlichen Archivs
Die Ausstellung wurde vom 3. September bis 6. Dezember 2020 in der Photobastei gezeigt.
Zum zweiten Mal präsentiert das Baugeschichtliche Archiv eine Bilderserie aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Photobastei – im Fokus die Stadt als Produktionsschauplatz und Ort des Handels.
Zürich war nicht immer eine Dienstleistungsstadt. Aber wer weiss denn noch, dass hier Fabriken Autos herstellten, dass man hiesig produzierte Zigaretten rauchen und dazu einen Magenbitter aus Altstetten geniessen konnte?
Die Ausstellung vermittelt ein Bild vom Arbeitsalltag und zeigt Ungeahntes, Vergessenes und Altbekanntes aus Zürcher Geschäften, in Handwerksbetrieben und Fabriken. Alle prägten sie den Stadtraum. An den Stadträndern sowie am See und an den Flüssen reihten sich industrielle Betriebe aneinander: Textilindustrie, Metallindustrie, am lehmhaltigen Uetliberg die Ziegelproduktion. Läden und Manufakturen säumten Gassen in der Innenstadt und den Quartieren.
Die Aufträge an die Fotografen kamen gerne aus der Chefetage der Betriebe selbst. Am meisten Interesse an der Darstellung ihres Produkteangebots hatten Läden. Auch Gewerbe und Fabriken liessen bisweilen ihr aufwändig produziertes Gut oder ihre Produktionshallen ablichten.
Begeben Sie sich auf eine Reise in vergangene Stadtzürcher Arbeitswelten, illustriert mit in Teilen erstmals vorgestelltem Bildmaterial aus dem Fundus des Baugeschichtlichen Archivs. Einen Link zur Gegenwart bildet eine Präsentation der Made in Zurich Initiative.
Die gezeigten Bilder sind online abrufbar auf e-pics, Kategorie «Schwarz auf Weiss».

Das Baugeschichtliche Archiv zeigt vom 6. Januar bis 7. März 2020 im Haus zum Rech Postkartenserien von Fotograf Friedrich Ruef-Hirt
Friedrich Ruef-Hirt (1863-1927) hat in den Jahren 1907 bis 1910 mehrere tausend Häuser in Zürich dokumentiert und die Fotografien als Postkarten verlegt. Er erforschte mit seiner Kamera alle Quartiere der neu entstandenen Grossstadt. Auffällig ist, dass er dabei fast keine klassischen Sehenswürdigkeiten fotografiert hat und dass bei ihm kaum Bilder aus der Innenstadt zu finden sind. Er knipste Ecken, Wohnhäuser und Quartierplätze, die sonst niemand abgelichtet hat in dieser Zeit – von Aussersihl über Hottingen bis Wipkingen. Ganze Strassenzüge sind dabei fast Haus für Haus festgehalten.
Eine Spezialität in Ruef-Hirts Fotos ist, dass diese mehrheitlich "über Eck" aufgenommen wurden. Sie zeigen durch diesen Fokus oft das schönste Haus eines Blocks. Der Zufall will es, dass so auch viele der damals über 600 Zürcher Trinkstuben und Restaurants fotografisch festgehalten sind. Diese befanden sich traditionell ebenfalls in Eckbauten.
Das Baugeschichtliche Archiv lädt nun ein, die Stadt von 1910 durch die Augen dieses Fotografen zu entdecken. Eine Stadt, die auch heute noch sehr präsent und sichtbar ist, stehen doch immer noch rund 50 Prozent der Gebäude des damaligen Stadtgebiets. Gezeigt wird eine Projektion von rund 250 Bildern von Friedrich Ruef-Hirt. Die Bilder stehen online zur Verfügung unter der Kategorie Projekte Ausstellung Ruef-Hirt.

Das Baugeschichtliche Archiv zu Gast in der Photobastei
Kaum ein fotografisches Genre zieht die Betrachter derart in den Bann wie die historische Stadtfotografie, insbesondere dann, wenn es sich um die eigene Stadt, das eigene Quartier handelt. Die Bilder von gestern führen zwangsläufig zum Vergleich mit dem Gegenwärtigen. Angeeignetes Wissen über die Stadt verschmilzt mit der persönlichen Erinnerung an bestimmte Orte. Anschaulicher kann Stadtgeschichte kaum erfahrbar sein.
Das Baugeschichtliche Archiv des Amts für Städtebau der Stadt Zürich präsentiert über 150 historische Fotografien aus seinen Sammlungsbeständen. Von der Fallätsche bis zum Katzensee – Momentaufnahmen aus allen 22 Stadtquartieren werden vorgestellt. Der fotografische Rundgang führt durch Strassen und Gassen, in die Stube und vor die Fabrik und berichtet vom dörflichen und städtischen Leben im Zürich von einst. Manche Aufnahme lässt sich noch heute verorten, andere Bilder erzählen Stadtgeschichte, sind Zeugnis einer vergangenen Epoche und veranschaulichen die grossen Veränderungen, die Zürich seit der vorletzten Jahrhundertwende erfahren hat.

Theodor Froebel (1810–1893) und sein Sohn Otto (1844–1906) zählen zu den bedeutendsten Kunst- und Handelsgärtnern der Schweiz im 19. Jahrhundert. Öffentliche und private Auftraggeber zogen die beiden Experten für Planung und Bau von Grünanlagen und Gärten hinzu. Gleichzeitig führten sie in Zürich eine Gärtnerei, die mit einem äusserst breit gefächerten Pflanzensortiment auf sich aufmerksam machte. Ihr Angebot umfasste neben einheimischen Pflanzen auch botanische Raritäten, die aus der ganzen Welt nach Zürich kamen.
Zu den wichtigsten realisierten Projekten, die bis heute das Zürcher Stadtbild prägen, gehören der Stadelhoferplatz sowie der Botanische Garten «Auf der Katz», den Theodor Froebel in seiner Funktion als erster Universitätsgärtner entwarf. Ebenso relevant sind die von Otto Froebel massgeblich mitgestalteten Quaianlagen, namentlich das Arboretum, die Uferpromenaden oder der Park am Zürichhorn. Das Froebelsche «gartentechnische Bureau» zeichnete zudem verantwortlich für eine Vielzahl privater Gärten in Zürich, deren Baumbestand bis heute für einen grünen Stadtraum sorgt.
Der Nachlass der Kunstgärtner Froebel wird im Archiv des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) an der ETH Zürich aufbewahrt. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl des wertvollen Quellenmaterials, ergänzt mit Plan- und Bilddokumenten aus dem Baugeschichtlichen Archiv sowie dem Stadtarchiv. Vier Themenbereiche kommen zur Sprache: Die frühen öffentlichen Anlagen, die städtebaulichen Änderungen im Zuge des Baus der Quaianlagen, private Gärten und die Handelsgärtnerei. Die Fachstelle Gartendenkmalpflege von Grün Stadt Zürich öffnet ein Fenster in die Gegenwart und beleuchtet die Herausforderungen der Pflege dieses Kulturerbes.

Die Ausstellung «Gotteshäuser im Quartier» sowie eine neue Publikation beleuchten die Geschichte der römisch-katholischen Kirchen in Zürich und stellen die Bauten vor.
Inhalt der Ausstellung sind die Kirchengebäude und ihre Entstehungsgeschichten, ihre Bedeutung für das Stadtbild sowie die Architekten und Künstler. Ab 1874 entstanden in Zürich 25 römisch-katholische Kirchengebäude. Auf ihrem Weg von der Ausgrenzung bis zur Anerkennung baute die katholische Glaubensgemeinschaft diese Kirchen mitten in den Wohnquartieren, nahe bei den Menschen. Moderne Bauformen und Materialien dienten der Gestaltung der Kirchenräume, in denen sich die Gemeinde um den Altar versammelt.
Die Präsentation der aktuell instand gesetzten Kirche St. Felix und Regula veranschaulicht den Umgang der Denkmalpflege mit Sakralbauten. Ein Highlight der Ausstellung ist der Film zum Bau der Kirche aus dem Jahr 1950. Für Unterhaltung beim Besuch der Ausstellung ist ebenfalls gesorgt: In einem interaktiven Spiel können die Besucherinnen und Besucher ihr Wissen über die katholischen Kirchen in Zürich testen.
Das in der Ausstellung erhältliche Bestandesverzeichnis «Katholische Kirchen der Stadt Zürich» dokumentiert und würdigt die Gotteshäuser im Detail. Ausstellung und Publikation entstanden mit der Unterstützung des Verbands der römisch-katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich.

Im Januar 2013 wurde das Hallenbad City, ein prägnanter Bau von Stadtbaumeister Hermann Herter von 1941, wiedereröffnet. Auf einer Plakatserie vor dem Gebäude meldeten sich die beteiligten Fachstellen und private Interessierte zu Wort. Zugleich ergab sich die Gelegenheit historisches Bild- und Textmaterial aus dem Baugeschichtlichen Archiv und dem Stadtarchiv zu präsentieren.

Baumeisterhäuser, gemeint sind einfache Wohn- und Handwerkerhäuser in Zürich aus dem 19. Jahrhundert, waren Thema der Ausstellung. Vielerorts wurden hier freistehende Häuser mit Geschosswohnungen, häufig kombiniert mit Werkstätten, erstellt. In Zürich sind diese Häuser bis heute in stattlicher Zahl zu finden, so etwa im Umfeld der 1834 abgetragenen Schanzenanlagen, in Hottingen, Riesbach oder Aussersihl.

Die Ausstellung im Stadthaus - entstanden in Zusammenarbeit zwischen dem Baugeschichtlichen Archiv und der Fachstelle Kultur der Stadt Zürich - zeigte Projekte, Visionen, Utopien zu Zürich von den Gründerjahren bis heute und ging der Frage nach, wieso die Stadt heute so gebaut ist, wie sie ist.

Im Dezember 2009 stand im Innenhof am Neumarkt 4 ein Adventskalender: In 24 Fenstern gab es eine neue Situation in der Stadt Zürich zu entdecken. Immer zwei Fotografien, eine ältere und eine jüngere, erzählten vom Wandel, den die Stadt in den letzten Jahrzehnten erlebt hat.

Von August bis Oktober 2009 wurde im Haus zum Rech die Ausstellung "Fleisch für Zürich" gezeigt. Anlass für die Ausstellung und Begleitpublikation war das hundertjährige Bestehen des Stadtzürcher Schlachthofs und Metzgermeistervereins Zürich. Auftraggeber war Umwelt- und Gesundheitsschutz der Stadt Zürich. Die Publikation ist im Baugeschichtlichen Archiv erhältlich.

Von Mai bis Juli 2009 war die Ausstellung Urbane Visionen - zur Geschichte der Stadtentwicklung in Basel und Zürich im Haus zum Rech zu sehen.
Im 19. Jahrhundert hat die Stadt ihre Zukunft entdeckt. Mit dem Wachstum der Städte begannen Bürgerinnen und Bürger, den historischen Wandel als gestaltbar und planbar zu begreifen. Dieses neue Bewusstsein war die Geburtsstunde der modernen Stadtentwicklung.
Die Ausstellung der Universität Basel und des Baugeschichtlichen Archivs beleuchtete die Städte Basel und Zürich und blickte auf die Vielfalt ihrer urbanen Zukunftsvisionen zurück.
Vom September bis November 2008 präsentierte das Baugeschichtliche Archiv im Haus zum Rech die Ausstellung Bar, Beiz, Bistro: in Zürichs Gaststätten.
Bilder aus der Sammlung des Baugeschichtlichen Archivs vermitteln einen Eindruck von der Vielfalt und vom Wandel der Ausstattung in Zürcher Gastronomielokalen von 1900 bis in die Gegenwart.

Vom 28. April bis 30. September 2007 war das Baugeschichtliche Archiv zu Gast im Landesmuseum und präsentierte die Ausstellung «Zürich fotografiert 1850-1900».
Erstmals war eine Auswahl der ältesten Originalabzüge des Archivs in einer Ausstellung zu sehen. Ergänzt wurden die historischen Aufnahmen mit einigen aktuellen Bildern derselben Objekte.
