
Im Jahr 2011 sprachen sich die Stimmberechtigten dafür aus, bis ins Jahr 2050 den Anteil gemeinnütziger Wohnungen in der Stadt Zürich auf einen Drittel zu erhöhen. Die Stadt Zürich hat daraufhin das rund 10 000 Quadratmeter grosse Wettbewerbsareal Letzibach D im Jahr 2013 von den SBB erworben. Das Grundstück in Zürich-Altstetten befindet sich nördlich der Kreuzung Hohl-/Flurstrasse zwischen der stark befahrenen Hohlstrasse und dem offenen Gleisfeld. Die Wohnsiedlung Letzi in Zürich-Altstetten ist ein generationenverbindendes Projekt von Liegenschaften Stadt Zürich (LSZ), der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) und der Stiftung Familienwohnungen (SFW). Sie schaffen bezahlbaren Wohnraum und Begegnungsorte für alle Altersgruppen. Der Neubau mit 265 Wohnungen trägt zur nachhaltigen Entwicklung des wachsenden Quartiers bei und setzt zudem ein wichtiges Anliegen der Altersstrategie 2035 des Stadtrats zu generationenübergreifenden Wohnangeboten um.
- Baujahr 2021 – 2025
- Bauherrschaft Stadt Zürich
- Eigentümervertretung Liegenschaften Stadt Zürich LSZ, Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich SAW, Stiftung Familienwohnungen der Stadt Zürich SFW
- Bauherrenvertretung Amt für Hochbauten
- Architektur Gut & Schoep Architekten AG, Zürich
- Baumanagement GMS Partner AG, Zürich
- Landschaftsarchitektur Neuland ArchitekturLandschaft GmbH, Zürich
- Bauingenieurwesen MWV Bauingenieure AG, Baden
- Auswahlverfahren Projektwettbewerb im selektiven Verfahren nach SIA 142 (einstufig, anonym) mit anonymer Überarbeitung, 2016
- Ausführungskredit Anteil Liegenschaften Stadt Zürich CHF 57,76 Mio.
Gesamtkredit (alle Bauträgerschaften) CHF 135,853 Mio. - Raumprogramm
265 Wohnungen (1,5 bis 5,5 Zimmer) 81 Wohnungen LSZ, 53 Wohnungen SFW, 131 Wohnungen SAW sowie Gewerberäume, 1 Doppelkindergarten mit Betreuung, Lagerräume
Die Stadt führte im Jahr 2016 einen Architekturwettbewerb durch, den Gut&Schoep Architekten und Neuland ArchitekturLandschaft gewonnen haben. Die Überbauung umfasst 265 Wohnungen für rund 700 Personen, einen Doppelkindergarten sowie Räume für Gewerbe, Büros und Ateliers. Sie setzt mit den unterschiedlichen Bauten einen neuen Akzent und mit dem 24-stöckigen Hochhaus einen markanten Hochpunkt an der Kreuzung Hohl-/Flurstrasse. Bestandteil des Bauvorhabens ist auch ein neuer Fuss- und Radweg entlang des Gleisfelds.
Neben Liegenschaften Stadt Zürich sind zwei städtische Stiftungen – die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) und die Stiftung Familienwohnungen (SFW) – am Projekt beteiligt. Die sorgfältig entwickelten Wohnungsgrundrisse und der vielfältige Wohnungsmix leisten einen Beitrag zur sozialen Durchmischung in der neuen Überbauung und im Quartier. Sämtliche Wohnungsgrössen orientieren sich an den Flächenvorgaben der kantonalen Wohnbauförderungsverordnung. Im Hochhaus befinden sich 131 Wohnungen für ältere Menschen der SAW. Die 53 Wohnungen der SFW und die 81 Wohnungen mit 2 bis 5,5 Zimmern von Liegenschaften Stadt Zürich sind im flacheren, zusammenhängenden achtgeschossigen Baukörper untergebracht. Dort entsteht im Erdgeschoss auch der Kindergarten mit Betreuung.
Im Erdgeschoss zur Hohlstrasse stehen für Gewerbe, Büros und Ateliers Räume zur Verfügung, während der Doppelkindergarten mit direktem Zugang zum Siedlungshof am Gleisfeld angeordnet ist. Insgesamt steht für diese Zusatznutzungen in den Erdgeschossen eine Fläche von rund 1500 Quadratmeter zur Verfügung.
Dank der verdichteten Bauweise entstehen rund um die Baukörper für die Bewohnenden vielfältig gestaltete Aussenräume und für die Quartierbevölkerung attraktive Strassenräume. Der grosszügige Gemeinschaftshof mit Spielplätzen, Pflanzenbeeten und einem Garten ist zum Gleisfeld orientiert und grenzt an die Velo- und Fusswegverbindung am Gleisraum. Der Aussenraum des Kindergartens steht ausserhalb der Betriebszeiten auch den Kindern der Wohnsiedlung offen. Vor dem Hochhaus – zur Hohlstrasse hin – ist als Abschluss der Achse Flurstrasse ein urbaner Platz mit Bäumen und Sitzgelegenheiten geplant. Die Aussenräume werden in Anlehnung an das bereits seit 2010 bestehende Freiraumkonzept Letzi sorgfältig ausgestaltet. Auf eine biodiverse Bepflanzung des Areals legt die Stadt Zürich grossen Wert.
Der Neubau im Minergie-P-ECO-Standard weist einen vergleichsweise niedrigen Energiebedarf auf – sowohl in der Erstellung als auch im Betrieb – und leistet damit einen Beitrag zur Erreichung des Netto-Null-Ziels. Eine ewz geplante und finanzierte Photovoltaik-Anlage ermöglicht es, einen Anteil an erneuerbaren Energien auf dem Grundstück selbst zu erzeugen. Mieterschaft und Bauträgerinnen bilden eine Eigenverbrauchsgemeinschaft, sodass der auf den Dächern der Wohnsiedlung produzierte Strom vor Ort genutzt werden kann. Für die Wärme- und Warmwasserversorgung wird die Wohnsiedlung an einen bestehenden Fernwärmeverbund (Energieverbund «Aargauerstrasse») angeschlossen. Eine ökologisch wertvolle Dachbegrünung wird auf die spezifischen Tier- und Pflanzenarten abgestimmt, die auf dem angrenzenden Bahnareal vorkommen. Auf dem Areal werden zudem 39 neue Bäume gepflanzt.
Zur Qualitätssicherung von Neubauten setzt die Stadt Zürich auf den Architekturwettbewerb. Umfassende Informationen zum Wettbewerbsverfahren finden Sie im Jurierungsbericht.
Die Anmeldefrist ist abgelaufen. Derzeit sind keine Wohnungen mehr verfügbar. Sollten nicht alle Wohnungen gemäss den Mietbedingungen vergeben werden können, werden die verbleibenden Einheiten erneut ausgeschrieben. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Vermietungsseite.
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