Die Fachstelle für Schulraumplanung erstellt jährlich Prognosen über die Anzahl Schüler*innen in der Stadt Zürich. In Zusammenarbeit mit den Kreisschulbehörden wird auf der Basis der Prognosen und der lokalen Erfahrungen in den Schulkreisen der spezifische Bedarf erarbeitet. Im Anschluss daran werden Strategien zur Bedarfsdeckung und Massnahmen eingeleitet, sodass Schulraum in guter Qualität geplant und realisiert werden kann.
Raumbedarfsstrategie
Anforderungen an Schulbauten
Die Gestaltung eines Schulbaus hat massgeblichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit, das Wohlbefinden und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Die Fachstelle für Schulraumplanung bietet Interessierten zu diesem Thema Hintergrundinformationen. Sie hat zentrale Anforderungen zum Schulbau sowie detaillierte Informationen zu den verschiedenen Räumen formuliert.
Leitsätze für betriebliche Anforderungen an Schulbauten
- Kinderaugenhöhe als Leitgedanke: Kindliche Massstäbe unterstützen die Selbstständigkeit der Kinder – deutliche Farbakzent
- Unterricht und Betreuung kann immer wieder anders stattfinden: Methodenfreiheit – Mehrfachnutzung – Flexibilität
- Nutzungsspezifische Akustik: Fokus auf eine hohe Aufenthalts- und Arbeitsqualität im Schulhaus
- Cluster als Bezugspunkt: In überschaubarem Rahmen wird gelernt, gespielt oder selbstständig gearbeitet; Unterricht und Betreuung werden räumlich verschränkt, damit Tagesschule stattfinden kann
- Cluster als Lebensraum Schule hindernisfrei für alle Kinder: Hell und einladend – Wärme ausstrahlend durch Farbe und Materialien – Sichtbezüge – Orientierung
- Kindergartenkinder immer im Blick: Wenn sie draussen spielen, zur Toilette gehen oder sich die Hausschuhe anziehen und beim freien Spiel auf dem fusswarmen Boden sitzen
- Verpflegung mit Freizeitcharakter: Essen in entspannter und ruhiger Atmosphäre – hygienisch und trotzdem gemütlich
- Gemeinschaftsräume im Zentrum der Schule: Treffpunkt für gemeinsame Erlebnisse, Informationen und Austausch
- Teambereich als Drehscheibe und Refugium: Arbeit und Erholung – Besprechung und Vernetzung
- Vielfalt im Aussenraum: Rückzug, Spiel und Sport – Bewegung und Ruhe – naturnahe Gestaltung
Akteur*innen der Schulraumplanung
Fachstelle für Schulraumplanung
- Grundlagen bereitstellen, Bedarfsprognosen erstellen, mögliche Strategien aufzeigen und deren Diskussion veranlassen
- in Zusammenarbeit mit Kreisschulbehörden und den Schulvertretungen die Raumprogramme für Schulraumerweiterungen erarbeiten
- Schulraumbestellungen überprüfen
Kreisschulbehörden
- in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Schulraumplanung und auf Basis der Bedarfsprognosen die Bedarfsstrategien definieren
- benötigten Schulraum bestellen
- bei Planung und Ausführung die wesentlichen nutzerseitigen Entscheide treffen
Schulvertretungen Bau
- bei der Erarbeitung von Bestellungen mitwirken
- die schulischen Anforderungen und Bedürfnisse in der Planungs- und Ausführungsphase von Schulbauprojekten einbringen
Immobilien Stadt Zürich
- Budget und Finanzplan für die Schulbauvorhaben führen
- bei konkreten Bauprojekten in Zusammenarbeit mit dem Amt für Hochbauten den Projektrahmen (Raumprogramm, Kosten, Termine, Qualität) auf Basis der Bestellung der Kreisschulpflege definieren
- zuständig für die Gebäude-Instandhaltung, Bewirtschaftung und Ausstattung und vertritt die Stadt als Grundeigentümerin
Amt für Hochbauten
- Strategie- und Machbarkeitsstudien im Auftrag der Immobilien-Bewirtschaftung erarbeiten
- verantwortlich für die Einhaltung der Baustandards und die architektonisch-städtebauliche Qualität
- Federführung und Gesamtverantwortung bei der Projektierung und Realisierung von Schulbauten
Kontakt
Fachstelle für Schulraumplanung
Parkring 4
Postfach
8027 Zürich