Technoparkstrasse 1
8005 Zürich
Das anhaltend hohe Niveau der Jugendgewalt und die Gefahr der Radikalisierung unter Jugendlichen stellen die Kriminalprävention vor neue Herausforderungen. In der Schweiz zeichnet sich ein beunruhigender Trend ab: Konflikte eskalieren immer häufiger. Kleinere Streitereien führen zu körperlichen Auseinandersetzungen mit gravierenden Folgen. Gerade männliche Jugendliche reagieren auf geringfügige Provokationen und behaupten sich selbst durch Gewalthandlungen. Solche Eskalationen werden in der digitalen Welt sekundenschnell erfasst, verbreitet und so quasi zur Nachahmung empfohlen. Die Bereitschaft bei grenzverletzendem Handeln selbst einzuschreiten oder dieses überhaupt zur Anzeige zu bringen, scheint zu schwinden. Das Misstrauen in staatliche Organisationen wächst. Parallel dazu wächst die Sorge über die Anfälligkeit Jugendlicher für extremistische Ideologien. Das Internet und Messengerdienste spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie Rekrutierung und Radikalisierung erleichtern. Wie können wir verhindern, dass Jugendliche in extremistische Strömungen abgleiten? Welche Rolle spielen soziale Medien bei der Verbreitung extremistischer Inhalte? Was für einen Einfluss haben Crimefluencer? Und wie können wir als Akteure und Gesellschaft effektiv zur Gewaltprävention beitragen?
Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des 15. Zürcher Präventionsforums. Es referieren Präventionsexpert*innen aus den Bereichen Strafverfolgung, Polizei, Forschung und Praxis, um einen breiten Informationsaustausch zu Ursachen und wirksamen Präventionsmassnahmen zu ermöglichen und den Teilnehmenden eine Diskussionsplattform zwischen Theorie und Praxis zu bieten.
Leitung
Prof. Dr. Christian Schwarzenegger, Universität Zürich
Lt Patrizia Suplie, Stadtpolizei Zürich
Programm
9.00 Uhr
Forumseröffnung, Kdt lic. iur. Beat Oppliger, Stadtpolizei Zürich
9.15 Uhr
Schwerpunkte der Prävention – Fokus Jugendliche und junge Erwachsene, Lt Patrizia Suplie, Stadtpolizei Zürich
9.45 Uhr
«Eine Kultur der Wertschätzung von Gewalt hat sich durchgesetzt» − Erkenntnisse über die Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der kriminologischen Forschung, Prof. Dr. Dirk Baier, Universität Zürich und ZHAW
10.15 Uhr
Diskussionsrunde und Fragen
10.30 Uhr
Kaffeepause
11.00 Uhr
«Gemeinsam gegen Hass» Präventionsprogramm der Kantonspolizei Bern, Michèle Seewer, Kantonspolizei Bern
11.30 Uhr
Mit digitalen Kompetenzen gegen Radikalisierung, Yann Bartal, Verein Dezentrum
12.00 Uhr
Diskussionsrunde und Fragen
12.15 Uhr
Mittagessen
13.30 Uhr
«Radikal.Verstehen» – Extremismusprävention, Mathieu Coquelin, Fachstelle Extremismusdistanzierung Stuttgart
14.00 Uhr
Radikalisierung und Gewalt aus medienpsychologischer Sicht, Prof. Dr. Daniel Süss, Universität Zürich und ZHAW
14.30 Uhr
Diskussionsrunde und Fragen
14.45 Uhr
Kaffeepause
15.15 Uhr
(Straf-) Rechtliches Vorgehen gegen Jugendgewalt: Möglichkeiten und Grenzen, Dr. Sven Zimmerlin, Universität Zürich und ZHAW
15.45 Uhr
Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Christian Schwarzenegger, Vivian Frei, Mathieu Coquelin und Dr. Sven Zimmerlin
16.30 Uhr
Verabschiedung
Livestream
Die Veranstaltung kann auch als Livestream gebucht werden.
Unterlagen
Die Unterlagen werden digital abgegeben.
Anmeldeschluss
Donnerstag, 27. März 2025

Mitarbeitende der Polizei, Gerichte und Verwaltungen:
Teilnahme vor Ort Fr. 280.- / Livestream Fr. 180.-
Assistierende und Studierende:
Teilnahme vor Ort Fr. 50.- / Livestream Fr. 40.-
Bei der Teilnahme vor Ort sind die Pausenverpflegungen und das Mittagessen inklusive. Die digitalen Unterlagen sind für alle Teilnehmenden inbegriffen.
Stornierungsbedingungen:
Eine kostenlose Stornierung ist bis zu 8 Tagen vor dem Event möglich.
Bei einer Stornierung innerhalb von 7 Tagen vor dem Event werden 2/3 des Ticketpreises verrechnet.