Lärm und Verkehr gehören zum Alltag der Anwohnenden an der Hardturmstrasse. Viele Autofahrende nutzen die Strasse als Autobahnzubringer und missachten dabei oft Tempo 30. Deshalb setzt die Stadt ab 16. Mai bis Mitte Juli 2022 Sofortmassnahmen um, mit dem Ziel, den Durchgangsverkehr zu reduzieren. So wird der motorisierte Individualverkehr durch eine Neuaufteilung der Fahrbahn und mit vier Engstellen gebremst. Der markierte Mittelstreifen wird auf weiten Abschnitten entfernt, sodass eine sogenannte Kernfahrbahn entsteht. Ein Fahrverbot für Lastwagen und Cars ergänzt diese Massnahmen. Der Zubringerdienst zum Gebiet ist weiterhin gestattet.
Der gewonnene Platz auf der Fahrbahn wird dem Velo zugesprochen. Die Velostreifen werden 2,2 Meter breit, eine neue Querungsstelle wird geschaffen sowie die Lichtsignale auf die Bedürfnisse der Velofahrenden ausgerichtet.
Weiter ermöglichen die Sofortmassnahmen einen Pilotversuch. Mit einem 40 Zentimeter breiten, grünen Farbband entlang der Randsteine testet die Stadt die Markierung der künftigen Velovorzugsrouten. Ziel ist es, zu sehen, wie sich die Farbe mit der Zeit und der Nutzung verändert und wie sie von den Verkehrsteilnehmenden aufgenommen wird.
Die Aufwertung des südlichen Trottoirs im Detail
Pflanzkisten, Tisch-Bank-Kombinationen, farbige Bodenmarkierungen, Spielangebote wie eine Boccia-Bahn und Tischtennistische laden auf dem südlichen Trottoir der Hardturmstrasse die Leute zum Verweilen ein. 100 neue Veloabstellplätze runden das Angebot ab.
Einbindung des Quartiers
Der Wandel hin zu einer Strasse für das Quartier statt für den motorisierten Individualverkehr wurde zusammen mit den Anwohnenden des Quartiers erarbeitet. Einerseits in einer Dialoggruppe bestehend aus Quartier-, Gewerbe-, und Grundeigentümervertretungen. Andererseits an einem Workshop für die interessierte Bevölkerung.
Der Weg von den Sofortmassnahmen zum Sanierungsprojekt.
Die Sofortmassnahmen wurden nötig, da die Planung des Sanierungsprojekt noch längere Zeit dauern wird. Die Projektentwicklung einer neuen Oberfläche inklusive der Werkleitungen ist komplex. Deshalb rechnet die Stadt mit einer Umsetzung des Sanierungsprojekts ab 2027.
Weitere Informationen
Evelyne Richiger, Kommunikation Tiefbauamt, T +41 44 412 46 54, evelyne.richiger(at)zuerich.ch.