Trotz ungemütlichem Nieselregen waren am Mittwochmorgen, dem 12. März 2025, über 1700 Schüler*innen aus 84 Klassen und mehr als 200 Begleit- und Lehrpersonen in den Stadtzürcher Wäldern unterwegs. Ihre gemeinsame Mission: den Wald von Abfall zu befreien. Was da aus dem Herbstlaub vom Vorjahr gefischt wurde, ist immer wieder erstaunlich. Zu reden gaben dieses Jahr unter anderem eine kaputte Drohne, ein Einhorn-Luftballon, eine Taucherbrille mit Schnorchel, eine Hacke und die Karosserie eines grossen Spielzeugautos, das kurzerhand zum Transportmittel für die schweren Abfallsäcke umfunktioniert wurde.
Neben diesen Kuriositäten lag jedoch vor allem das «Übliche» im Wald: Plastikverpackungen, Flaschen, Dosen, Taschentücher und jede Menge mehr – insgesamt wurden 1134 kg Abfall von den fleissigen Schüler*innen gesammelt und später von den Forstrevieren der Stadt Zürich fachgerecht entsorgt.
Nebst dem Abfall liessen sich auch die ersten Frühlingsboten blicken: Vielerorts blühen bereits die Schlüsselblumen und Buschwindröschen, der Bärlauch spriesst. Laut den Kindern das Beste am Waldputztag? Dem Wald helfen zu können und ihm etwas Gutes zu tun.
In diesem Jahr war für die anschliessende Abfallsortierung ein ganz besonderer Helfer im Einsatz – ein Müllroboter! Bislang kooperiert das ETH-Projekt ARC (Autonomous River Cleanup) mit ewz, um am Letten Müll aus der Limmat zu holen und anschliessend auch zu sortieren. Für die zusätzliche «Schulung» des KI- und Robotik-Systems diente der gesammelte Müll aus dem Waldputztag.
Dank des Roboters können recyclebare Stoffe schneller als bisher identifiziert werden und landen so nicht in der Kehrricht-Verbrennungsanlage. Das trägt zu einer nachhaltigeren Kreislaufwirtschaft bei.