Die Transformation des Papierwerd-Areals hat begonnen. Mit der Umsetzung erster Sofortmassnahmen steht heute auf dem Papierwerd-Areal ein öffentlich nutzbarer Begegnungs- und Aufenthaltsort an der Limmat zur Verfügung.
Das Papierwerd-Areal soll sich entwickeln – nicht von heute auf morgen, aber Schritt für Schritt und leistet damit einen Beitrag zum Zukunftsbild HB/Central. Unter diesem Motto wurden im Mai 2024 erste Sofortmassnahmen im geplanten Entwicklungsprozess für das Papierwerd-Areal umgesetzt. Der Vorplatz des Globusprovisoriums wurde in eine temporäre Frei- und Grünfläche umgewandelt, ganz im Sinne der Öffentlichkeit und Hitzeminderung. Wie angekündigt erfolgt im Sommer 2025 eine weitere Etappe mit Sofortmassnahmen. Geplant sind weitere Sitzgelegenheiten und Bäume in Airpots sowie eine Sitzkante zur Limmat hin.
Bestehende Parkplätze wurden aufgehoben, der Boden entsiegelt und ein innovatives Grünkonzept etabliert. Temporär platzierte Bäume in sogenannten «Airpots» spenden heute bereits Schatten und Kühlung, lassen sich später aber auch wieder verpflanzen – was das neue Grün doppelt sinnvoll macht. Für noch mehr Aufenthaltsqualität, laden verschiedene Sitzelemente zur Begegnung mit Blick auf die Limmat ein.
Mit der Umsetzung der zweiten Etappe erhöht sich die Aufenthaltsqualität auf dem Papierwerd-Areal weiter. Nach einer Winterpause bietet ein Kaffeewagen seit März 2025 wieder täglich (ausser mittwochs) frischen Kaffee auf dem Areal an.
Im Grün umrandeten Perimeter kommt der Presscontainer weg. Das schafft Platz für die zusätzlichen Bäume in Airpots und Sitzgelegenheiten. Zudem wird zur Uferböschung der Limmat eine Sitzkante erstellt, die es erlaubt, näher an der Limmat zu sitzen.
Im Gelb markierten Perimeter werden Schrägparkplätze aufgehoben. Der Boden wird in diesem Bereich entsiegelt und ebenfalls mit Bäumen in Airpots temporär begrünt. Hinzu kommen weitere Sitzelemente, die zum Verweilen einladen.
Für einzelne Massnahmen ist eine Baueingabe erforderlich. Diese erfolgt in der zweiten Hälfte März 2025. Der Baubeginn erfolgt im Sommer 2025.

Die Geschichte des Orts und des Provisoriums hat eine hohe Bedeutung. Aus diesem Grund soll die Zukunft aus dem Bestand heraus entwickelt und das Gebäude weiterverwendet und umgenutzt werden. Die Wiederverwendung von Materialien und das Anknüpfen an vorhandenen Strukturen ist dabei ein wichtiges Thema und wurden bereits bei den ersten Sofortmassnahmen berücksichtigt. So wurden zum Beispiel aus einer vorhandenen Mauer Steinblöcke für eine Sitzgelegenheit geschnitten, die auch als Bühne genutzt werden kann und der Abluftkamin wird als Plakatwand verwendet. Auch die Bäume in den Airpots werden weiterverwendet und entweder auf dem Papierwerd-Areal oder für andere Projekte eingesetzt.
Mit dem Strategieprozess Papierwerd-Areal werden Grundlagen erarbeitet, um einen breit abgestützten Entscheid über die Zukunft des Areals zu ermöglichen. Kern dieses Prozesses bildet das im Jahr 2022 durchgeführte Dialogverfahren «Forum Papierwerd», an dem sich Fachleute aus verschiedenen Disziplinen, Vertretungen aus Politik, Vereinen und anderen Organisationen sowie der Bevölkerung beteiligten. Festgehalten sind die Ergebnisse in elf zentralen Aussagen, die wichtige Aspekte für die Zukunft des Orts beinhalten.
Basierend auf den Ergebnissen des Dialogverfahrens «Forum Papierwerd» und unter Berücksichtigung wichtiger Grundlagen und Rahmenbedingungen hat der Stadtrat am 20. September 2023 (STRB Nr. 2722/2023) die weitere Entwicklungsrichtung verabschiedet: eine sorgfältige Transformation des Papierwerd-Areals. Dabei werden insbesondere eine Aufwertung dieses zentralen Orts sowie eine Vergrösserung des Freiraumangebots angestrebt. Das Papierwerd-Areal soll ein öffentlicher Ort werden, der gut an den angrenzenden Stadtraum angebunden ist und zu Aufenthalt und Begegnung sowie zum Austausch einlädt. Wie weit die Umgestaltung des Papierwerd-Areals geht und was diese im Detail beinhaltet, ist noch offen.
In einer Vertiefungsphase werden bis 2025 verschiedene bautechnische Fragen geklärt und der Umgang mit der Schutzwürdigkeit des Globusprovisoriums sowie mit dem Gewässerschutz weiter diskutiert.
In der anschliessenden Projektphase wird ein Wettbewerb durchgeführt. Daraufhin folgen die Projektierung und das Bewilligungsverfahren.
Sämtliche Arbeiten zum Papierwerd-Areal sollen dabei weiterhin transparent und im Dialog mit den verschiedenen Beteiligten erfolgen.
Das Papierwerd-Areal mit dem heutigen Globusprovisorium befindet sich zwischen Hauptbahnhof und Limmatquai, auf einer ehemaligen Insel in der Limmat. Der Name der einstigen Insel leitet sich von der Papiermühle ab, die sich dort 500 Jahre lang befand. Seit 1961 steht auf dem Papierwerd-Areal das Globusprovisorium. Es wurde als Übergangslösung während der Bauzeit des Neubaus des Warenhauses an der Pestalozziwiese erstellt. In den 50er Jahren wurde im Zuge der Zürichsee-Regulierung die Ufermauer beim Bahnhofquai mit neuer Strassenführung umgestaltet und damit die heute noch bestehende Bahnhofquai-Unterführung einschliesslich zwei Untergeschosse realisiert.

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Im Rahmen des Masterplans entwickelt die Stadt Zürich ein Zukunftsbild für den Raum HB / Central mit Zeithorizont 2050 für verkehrliche und stadträumliche Planungen in diesem Gebiet. Die vom Stadtrat beschlossene Entwicklungsrichtung für das Papierwerd‑Areal erfolgt in enger Abstimmung mit diesem Planungsprozess und fliesst in den «Masterplan HB/Central» ein. Gleichzeitig werden übereinstimmende Erkenntnisse beider Planungen wie die Vergrösserung des Freiraums, die Verbesserung der Aufenthaltsqualität oder der Zugang zur Limmat weiterverfolgt.
Amtshaus IV,
8001 Zürich